Farbe, Ton, ca. 6 Minuten

1957 wird in Strobl am Wolfgangsee die erste Hallenschule Österreichs eröffnet. Im Unterschied zur herkömmlichen Gangschule werden bei diesem zu dieser Zeit vollkommen neuartigen Schultyp die Klassenräume über eine Halle erschlossen, die zur Kommunikation und dem Kontakt zwischen den SchülerInnen beitragen und als Mehrzweckraum für inner- und ausserschulische Aktivitäten dienen soll.

Entworfen hatte die Schule der Wiener Architekt Viktor Hufnagl (1922 – 2007). Er schuf damit die räumlichen Voraussetzungen für neue pädagogische Ansätze. Ziel Hufnagls war es grosse Schulzentren als gesellschaftliche Mikrokosmen zur spielerischen Einübung sozialen Verhaltens zu errichten – und diese, sofern möglich, über die schulischen Funktionen hinaus ausstrahlen zu lassen. Die Schule sollte ein „offenes Haus“, eine „Stätte der Begegnung“, ein „überdachter Marktplatz“ für die ganze Gemeinde sein.

In unserer Arbeit gehen wir am Beispiel der Strobler Hauptschule der Frage nach dem Verhältnis von Gesellschaft, Erziehung und Architektur nach.
Die Arbeit zeigt Archivmaterial aus den 1950er Jahren, sowie Fotografien, die wir 2007 in der Schule aufgenommen haben.
Diese Arbeit entstand im Rahmen des KünstlerInnensymposiums „ORTung“ in Strobl am Wolfgangsee.

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© Wiebke Grösch/Frank Metzger