Installation bestehend aus
10 Fotografien auf Aludibond (je 50 x 75 cm)
und 7 S/W-Laserdrucke mit Texten und Archivfotografien
(75 x 100 und 135 x 100 cm, tapeziert)
Gesamtbreite: ca. 13 Meter.
Installationsansicht: Martin-Gropius-Bau Berlin, 2005
A Village in the City, disappearing
ist eine von der Geschichte des olympischen Dorfes von 1932 ausgehende fotografische Recherche, die den Wandel
des urbanen Raumes von Los Angeles untersucht. Das olympische Dorf
der Spiele in Los Angeles 1932 war das erste olympische Dorf in der
Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit. Es bestand aus 600
hölzernen Fertighäusern, die nach den Spielen verkauft und von dem
Gelände entfernt wurden.
Wir haben in Los Angeles den ehemaligen Standort des Dorfes und möglicherweise
noch existierende Hütten gesucht. Unsere Recherchen führten uns neben
dem tatsächlichen Standort auch zu einer Reihe von Orten, von denen
(fälschlicherweise) behauptet wird, sie seien der Standort des olympischen
Dorfes gewesen. Zudem gelang es uns einige der ehemaligen Hütten zu
finden, die heute über den Großraum Los Angeles verstreut sind und
z. B. als Wohnhäuser, mexikanischer Souvenierladen und Sportartikelgeschäft
dienen. So entsteht ausgehend vom olympischen Dorf von 1932 ein Netz
historischer und räumlicher Beziehungen, das sehr unterschiedliche
Orte wie z. B. eines der reichsten afro-amerikanischen Wohnviertel
Amerikas mit einer ehemaligen Künstlerkolonie in Orange County und
einer der ersten kommunal geplanten Gartenstadtsiedlungen in Los Angeles
miteinander in Verbindung setzt. Auf diese Weise untersucht die Arbeit
den Wandel des urbanen Raumes und die ihm zugrunde liegenden sozio-kulturellen,
wirtschaftlichen und geografischen Wechselwirkungen.
Die Textplakate geben Informationen zu den einzelnen Orten, die Plakate
mit Archivfotografien zeigen Originalaufnahmen des olympischen Dorfes
von 1932.
Die Arbeit wurde mit freundlicher Unterstützung der Villa Aurora
Los Angeles und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft
und Kunst realisiert.
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© Wiebke Grösch/Frank Metzger